Auch von Dr. Savioli war die Rede und von der vornehmen Dame, der Gattin eines Adligen, die in das versteckte Atelier heimlich zu Savioli zu Besuch komme.

Und wiederum sah ich im Geiste Aaron Wassertrums höhnische, triumphierende Miene. —

Ob ich Zwakh nicht mitteilen sollte, was sich damals ereignet hatte, überlegte ich, — dann hielt ich es nicht der Mühe für wert und für belanglos. Auch wußte ich, daß mein Wille versagen würde, wollte ich jetzt den Versuch machen zu sprechen.

Plötzlich sahen die drei am Tische aufmerksam zu mir herüber und Prokop sagte ganz laut: „Er ist eingeschlafen“, — so laut, daß es fast klang, als ob es eine Frage sein sollte.

Sie redeten mit gedämpfter Stimme weiter, und ich erkannte, daß sie von mir sprachen.

Vrieslanders Schnitzmesser tanzte hin und her und fing das Licht auf, das von der Lampe niederfloß, und der spiegelnde Schein brannte mir in den Augen.

Es fiel ein Wort wie: „irr sein“, und ich horchte auf die Rede, die in der Runde ging.

„Gebiete, wie das vom ‚Golem‘ sollte man vor Pernath nie berühren,“ sagte Josua Prokop vorwurfsvoll, „als er vorhin von dem Buche Ibbur erzählte, schwiegen wir still und fragten nicht weiter. Ich möchte wetten, er hat alles nur geträumt.“

Zwakh nickte: „Sie haben ganz recht. Es ist, wie wenn man mit offenem Lichte eine verstaubte Kammer betreten wollte, in der morsche Tücher Decke und Wände bespannen und der dürre Zunder der Vergangenheit fußhoch den Boden bedeckt; ein flüchtiges Berühren nur und schon schlägt das Feuer aus allen Ecken.“

„War Pernath lange im Irrenhaus? Schade um ihn, er kann doch erst vierzig sein“, sagte Vrieslander.