Ein grünes, schlichtes, kühles Erdenbett! —

Neben den toten Äbten schläft er nun. — — Und die maurische Ruine auf dem Gipfel des Hügels wirft ihren stillen, ehrwürdigen Schatten auf sein Grab. — Viele kleine dunkelblaue Blumen und eine schmale Steintafel: „Requiescat in pace.“

Der Kardinal von Saragossa hat einen jungen Abt geschickt. —

Padre Ribas Sobri.

Ein sehr gelehrter Mann von tiefem Wissen, — erzogen in den Schulen der Fratres vom Herzen Jesu.

Mit festem, stechendem Blick, — hager und willensstark. — —

Vorbei sind die Zeiten süßen Nichtstuns, — die Knechte entlassen, — und ächzend bücken sich wieder die feisten Mönche bei der Weinlese. — Tief in die Nacht müssen sie auf den Knien liegen und beten, beten.

Im Kloster herrscht die strenge Observanz: — bleiernes Schweigen. — Gesenkten Hauptes, aufrecht stehend, mit gefalteten Händen üben murmelnd die Fratres die „Anmutungen“:

Non est sanitas in carne mea a facie irae tuae: non est pax ossibus meis a facie peccatorum meorum. — —

Auf dem Hofe wächst das Gras zwischen den Steinen, und die weißen Tauben sind fortgeflogen. Aus kahlen Zellen dringt die gramvolle „Betrachtung der Strafen“: