Dort aus der Nische kommt das Zählen.
„Die Kerze anzünden! Rasch, rasch!“
— acht — neun — zeeeehn — elf —
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Von der Decke der Wandvertiefung an einem Kupferstab hing ein menschlicher Kopf mit blondem Haar. — Der Stab drang mitten in die Scheitelwölbung. — Der Hals war unter dem Kinn mit einer seidenen Schärpe umwickelt — — und darunter mit Luftröhren und Bronchien die zwei rötlichen Lungenflügel. — Dazwischen bewegte sich rhythmisch das Herz, — mit goldenen Drähten umwunden, die auf den Boden zu einem kleinen elektrischen Apparate führten. — Die Adern, straff gefüllt, leiteten Blut aus zwei dünnhalsigen Flaschen empor.
Ottokar Dohnal hatte die Kerze auf einen kleinen Leuchter gestellt und klammerte sich an seines Freundes Arm, um nicht umzufallen.
Das war Axels Kopf, die Lippen rot, mit blühender Gesichtsfarbe, wie lebend. — Die Augen, weit aufgerissen, starrten mit einem gräßlichen Ausdruck auf einen Brennspiegel an der gegenüberliegenden Wand, die mit turkmenischen und kirgisischen Waffen und Tüchern bedeckt schien. — Überall die bizarren Muster orientalischer Gewebe. —
Das Zimmer war voll präparierter Tiere — Schlangen und Affen in seltsamen Verrenkungen lagen unter umhergestreuten Büchern. —
In einer gläsernen Wanne auf einem Seitentische schwamm ein menschlicher Bauch in einer bläulichen Flüssigkeit.
Die Gipsbüste Fabio Marinis blickte von einem Postamente ernst auf das Zimmer herab. —