„Ich? — Ich fahre nur bis Trautenau, eine ekstatische Frau ansehen. — Beglaubigter Fall.“ —
„No natürlich, haben Sie schon wieder so was Verrücktes! Ekstase! Ich bitt’ Sie, Ekstase! — Sowas! Ein gutes G’selchtes mit Kraut und Knödeln und ein paar Glas Pilsner ist die beste Ekstase.“
Pause. —
„Pilsner! Das ist halt ein Bierl“, meditierte der Alte.
Das Gigerl wollte eine heftige Antwort geben, spülte sie aber im letzten Augenblick mit einem Mundvoll Zigarettenrauch hinunter. Der Herr Baurat ging ohnehin rasch auf ein anderes Thema über: „Sie sollten doch einen Leinwandüberzug über Ihren schönen Lederkoffer geben, Herr von Vacca, damit er nicht ruiniert wird.“ —
„Da schaffe ich mir doch lieber gleich einen Leinwandkoffer an“, entgegnete der junge Mann mißlaunig, holte aber nach einer kleinen Weile ein Paket Photographien hervor, das er versöhnlich dem Alten reichte: „Interessiert Sie vielleicht sowas?“
Der Baurat rückte seine Brille zurecht und sah mit feistem Schmunzeln die Bilder durch, die er dann einzeln seinem Nachbar reichte:
„Die da, die Blonde, das ist ein strammes Mensch, — sowas zum Anhalten, ha, ha, ha.“ — (Der Herr Oberinspektor stimmte vergnügt in das fettige Lachen ein.) — „Aber was ist denn mit der da, die hat ja gar keinen Kopf? — Das magerne Ding!“ fuhr er fragend fort, schwieg aber plötzlich, — warum lächelte denn der junge Laffe gar so süffisant?
„Das!? — Das ist eine junge Dame,“ war die Antwort, „nach dem Körper allein — ohne den Kopf kann sie eben ein Unberufener nicht erkennen!“
Wieder entstand eine lange Pause.