Der Raum war leer.
Auf dem Tisch, auf dem die Lampe gestanden, lag ein länglicher, blitzender Gegenstand.
Meine Hand fuhr danach wie nach einer Waffe.
Doch war es bloß ein leichtes, rauhes Ding, das ich faßte.
Nichts rührte sich, und ich stöhnte erleichtert auf. Vorsichtig, die Flamme nicht zu verlöschen, leuchtete ich die Mauern entlang. Überall dieselben Holzspaliere und, wie ich jetzt deutlich sah, durchrankt von offenbar zusammengestückelten Adern, in denen Blut pulsierte.
Grausig glitzerten dazwischen zahllose Augäpfel, die in Abwechslung mit scheußlichen, brombeerartigen Knollen hervorsproßten und mir langsam mit den Blicken folgten, wie ich vorbeiging. — Augen aller Größen und Farben. — Von der klarschimmernden Iris bis zum hellblauen toten Pferdeauge, das unbeweglich aufwärts steht.
Manche, runzelig und schwarz geworden, glichen verdorrten Tollkirschen.
Die Hauptstämme der Adern rankten sich aus blutgefüllten Phiolen empor, aus ihnen kraft eines unbekannten Prozesses ihren Saft ziehend.
Ich stieß auf Schalen — gefüllt mit weißlichen Fettbrocken, aus denen Fliegenpilze, mit einer glasigen Haut überzogen, emporwuchsen. — Pilze aus rotem Fleisch, die bei jeder Berührung zusammenzuckten.
Und alles schienen Teile, aus lebenden Körpern entnommen, mit unbegreiflicher Kunst zusammengefügt, ihrer menschlichen Beseelung beraubt und auf rein vegetatives Wachstum heruntergedrückt.