Es kamen zu ihnen Girbal, Foureau, der Hauptmann Heurteaux, dann untergeordnete Persönlichkeiten: Langlois, Beljambe, ihre Pächter, bis zu den Dienstboten der Nachbarn; und jedesmal begannen sie wieder ihre Erklärungen, zeigten die Stelle, wo die Truhe stehen sollte, gaben sich mit erkünstelter Bescheidenheit, baten um Nachsicht wegen des Platzmangels.

Pécuchet trug an solchen Tagen eine Zuavenmütze, die er noch von Paris her hatte, denn er glaubte sie in engerer Beziehung zu der künstlerischen Umwelt. In einem bestimmten Augenblick setzte er den Helm auf und rückte ihn tief in den Nacken, um sein Gesicht freizumachen. Bouvard vergaß nicht, die Hellebarde vorzuführen. Schließlich verständigten sie sich durch einen Blick, ob der Besuch verdiene, daß man ihm „den mittelalterlichen Mönch“ zeige.

Welche Erregung, als vor ihrem Gitter der Wagen des Herrn von Faverges hielt. Er habe ihnen nur ein Wort zu sagen. Es handele sich um folgendes:

Hurel, sein Faktotum, hatte ihm mitgeteilt, daß sie überall Dokumente suchten und dabei alte Papiere auf dem Gut von la Aubrye erstanden hatten.

Das stimme vollkommen.

Ob sie dabei nicht Briefe des Barons von Gonneval, ehemaligen Adjutanten des Herzogs von Angoulême, gefunden hätten? Denn er hatte in la Aubrye Aufenthalt genommen. Man wünschte die Korrespondenz aus Familieninteresse zu besitzen.

Sie befand sich nicht in ihrem Hause, doch beherbergten sie eine Sache, die ihn interessieren werde, wenn er geruhen wolle, ihnen in ihre Bibliothek zu folgen.

Niemals hatten solche Lackstiefel im Hausflur geknarrt. Sie stießen gegen den Sarkophag. Beinahe hätte er mehrere Ziegel zertreten, kam glücklich um den Sessel, stieg zwei Stufen herab, — und im zweiten Zimmer angekommen, zeigten sie ihm unter dem Baldachin vor dem Sankt Peter den Buttertopf, der in Noron hergestellt war.

Bouvard und Pécuchet hatten geglaubt, das Datum sei in manchen Fällen von Wichtigkeit.

Der Edelmann besichtigte aus Höflichkeit ihr Museum. Er wiederholte: „Reizend! Sehr hübsch!“ wobei er sich mit dem Knauf seines Spazierstöckchens leichte Schläge auf den Mund gab, und gewiß sei er ihnen dankbar, diese Überbleibsel des Mittelalters gerettet zu haben, einer Zeit religiösen Glaubens und ritterlicher Aufopferung. Er liebe den Fortschritt und würde sich gleich ihnen solch interessanten Studien gewidmet haben, doch die Politik, die Kreisstände, die Landwirtschaft, ein wahrer Strudel halte ihn davon ab.