„Lassen Sie sie doch,“ sagte Vaucorbeil, „es ist schließlich nichts Merkwürdiges! eine Hysterische! der Teufel würde mit seinem Witz an der zu Schanden werden!“
„Jene da,“ sagte Pécuchet, indem er auf Victoire wies, „die skrofulöse Frau ist ein Arzt! Sie erkennt die Krankheiten und gibt Heilmittel an.“
Langlois brannte vor Verlangen, sie wegen seines Katarrhs zu befragen; er wagte es nicht; doch Coulon, der kühner war, stellte eine Frage wegen seines Rheumatismus.
Pécuchet legte Coulons rechte Hand in die Linke Victoires, und mit immer geschlossenen Lidern, leicht geröteten Wangen und zitternden Lippen verordnete die Somnambule, nachdem sie erst irre geredet, „Valum becum“.
Sie hatte bei einem Apotheker in Bayeux gedient. Vaucorbeil schloß daraus, daß sie sagen wolle: „Album graecum“, ein Wort, das sie vielleicht in der Apotheke flüchtig gelesen hatte.
Dann wandte er sich dem alten Lemoine zu, der, Bouvard zufolge, Dinge durch undurchsichtige Körper wahrnahm.
Er war ein ehemaliger Schulmeister, der sich dem Trunke ergeben hatte. Weißes Haar umflatterte sein Gesicht, und gegen einen Baum gelehnt, die Handflächen geöffnet, schlief er mitten in der Sonne mit majestätischer Miene.
Der Arzt band ihm eine doppelte Binde über die Augen, und Bouvard sagte gebieterisch, ihm eine Zeitung hinhaltend:
„Lesen Sie!“