„Weiß nicht, weiß nicht.“

Frau von Noares legte dar, wie gefährlich es sein würde, sie sich selbst zu überlassen; sie rührte die Gräfin, nahm den Grafen bei der Ehre, wurde von der Komtesse unterstützt, zeigte hartnäckigen Eifer, hatte Erfolg. Die Frau des Feldhüters sollte die Kinder in Obhut nehmen. Später würde man Beschäftigung für sie finden, und da sie weder lesen noch schreiben konnten, so wollte Frau von Noares sie selbst unterrichten, um sie auf die Katechismusstunde vorzubereiten.

Wenn Herr Jeufroy in das Schloß kam, holte man die beiden Bälge; er befragte sie, dann trug er vor, wobei er mit Rücksicht auf den Zuhörerkreis gewählt sprach.

Als er einmal über die Patriarchen geredet hatte, verunglimpfte Bouvard sie gehörig, während er mit dem Pfarrer und Pécuchet fortging.

Jakob habe sich durch Spitzbubenstreiche ausgezeichnet, David durch Mordtaten, Salomo durch seine Ausschweifungen.

Der Abbé antwortete ihm, man müsse tiefer sehen. Abrahams Opfer sei ein Symbol der Passion; Jakob ein anderes für den Messias, wie Joseph, wie die eherne Schlange, wie Moses.

„Glauben Sie,“ sagte Bouvard, „daß er den Pentateuch geschrieben hat?“

„Ja, ohne Zweifel!“

„Doch man erzählt seinen Tod darin; dieselbe Beobachtung gilt für Josua, und der Verfasser der Richter belehrt uns, daß zu der Zeit, deren Geschichte er schreibt, Israel noch keine Könige hatte. Das Werk wurde also unter den Königen geschrieben. Auch die Propheten setzen mich in Erstaunen!“

„Jetzt wird er wohl gar die Existenz der Propheten leugnen!“