Wenn sie über der Tür eine gekreuzigte Eule bemerkten, so traten sie in den Hof und sagten:
„Das ist unrecht von Ihnen — diese Tiere leben von Ratten, Feldmäusen; im Magen eines Käuzchens hat man eine Menge Raupenlarven gefunden.“
Die Dörfler kannten sie, denn sie hatten sie zuerst als Ärzte, dann nach alten Möbeln fahndend, schließlich beim Steinesuchen gesehen, und sie antworteten:
„Gehen Sie, Sie Spaßmacher! Wollen Sie doch nicht klüger sein als wir.“
Ihre Überzeugung geriet ins Wanken; denn die Sperlinge reinigen die Gemüsegärten, aber zugleich fressen sie die Kirschen ab. Die Eulen verschlingen die Insekten und ebenso die Fledermäuse, die nützlich sind, — und wenn die Maulwürfe die Schnecken fressen, wühlen sie andrerseits die Erde auf. Eines stand für sie fest, nämlich, daß man alles Wild ausrotten müsse, da es dem Ackerbau schade.
Eines Abends gingen sie durch den Wald von Faverges; sie kamen vor das Haus, wo Sorel am Wege zwischen drei Männern gestikulierte.
Der erste war ein gewisser Dauphin, ein Schuhflicker, klein, mager, mit tückischem Gesichtsausdruck. Der zweite, der alte Aubain, der Botendienste in den Dörfern tat, trug einen alten gelben Rock zu einer Hose aus blauem Zwillich. Der dritte, Eugen, Diener bei Herrn Marescot, zeichnete sich durch einen Bart aus, der wie die Bärte der Beamten geschnitten war.
Sorel zeigte ihnen eine Schlinge aus Kupferdraht, die an einem Seidenfaden saß; letzterer wurde von einem Ziegel festgehalten; — man nenne das eine Dohne, — und er hatte den Schuhflicker beim Legen derselben gefunden.
„Sie sind Zeugen, nicht wahr?“