„Wollen Sie leugnen, daß man auf den Bergen Muscheln gefunden hat? Wer hat sie dorthin gebracht, wenn nicht die Sündflut? Soviel ich weiß, pflegen sie nicht wie Mohrrübchen in der Erde zu wachsen!“ Und da dieses Witzwort die Versammlung zum Lachen brachte, fügte er, die Lippen spitzend, hinzu: „Wofern das nicht eine neue Entdeckung der Wissenschaft ist!“
Bouvard wollte mit der Erhebung der Berge, der Theorie Elie de Beaumonts, antworten.
„Mir nicht bekannt!“ erwiderte der Abbé.
Foureau beeilte sich zu sagen: „Er ist aus Caen, ich habe ihn einmal auf der Präfektur gesehen!“
„Aber wenn Ihre Sündflut,“ erwiderte Bouvard, „Muscheln angeschwemmt hätte, fände man sie zerbrochen an der Oberfläche, und nicht in Tiefen von manchmal dreihundert Meter.“
Der Priester berief sich auf die Wahrhaftigkeit der Schrift, auf die Überlieferung des Menschengeschlechtes und die im Eise von Sibirien aufgefundenen Tiere.
Das beweise nicht, daß der Mensch gleichzeitig mit ihnen gelebt habe! Die Erde war nach Pécuchets Ansicht beträchtlich älter.
„Das Delta des Mississippi ist mehrere zehntausend Jahre alt. Die gegenwärtige Epoche umfaßt ihrer wenigstens hunderttausend. Die Verzeichnisse Manethos...“
Der Graf von Faverges nahte.