„Noch ist es Zeit!“ rief er aus. „Überleg dirs! Wird es dich auch niemals reuen?“
„Niemals!“ beteuerte sie leidenschaftlich.
Sie schmiegte sich an ihn.
„Was könnte mir denn Schlimmes bevorstehen! Es gibt keine Wüste, kein Weltmeer, die ich mit dir zusammen nicht durchqueren würde! Je länger wir zusammen leben werden, um so inniger und vollkommener werden wir uns lieben! Keine Sorge, kein Hindernis wird uns mehr quälen! Wir werden allein sein und eins immerdar ... Sprich doch! Antworte mir!“
Er antwortete wie ein Uhrwerk in gleichen Zwischenräumen:
„Ja ... ja ... ja!“
Sie strich mit den Händen durch sein Haar und flüsterte wie ein kleines Kind unter großen rollenden Tränen immer wieder:
„Rudolf ... Rudolf ... ach, Rudolf ... mein lieber guter Rudolf ...“
Es schlug Mitternacht.
„Mitternacht!“ sagte sie. „Nun heißt es: morgen! Nur noch ein Tag!“