Er ging, und sie sah ihm nach.

Er blickte sich nicht um. Da lief sie ihm nach bis an den Bachrand und rief durch die Weiden hindurch:

„Auf morgen!“

Er war schon drüben auf dem andern Ufer und eilte den Pfad durch die Wiesen hin. Nach einer Weile blieb er stehen. Als er sah, wie ihr weißes Kleid allmählich im Schatten verschwand wie eine Vision, da bekam er so heftiges Herzklopfen, daß er sich gegen einen Baum lehnen mußte, um nicht umzusinken.

„Ich bin kein Mann!“ rief er aus. „Hol mich der Teufel! Ein hübsches Weib wars doch!“

Emmas Reize und all die Freuden der Liebschaft mit ihr lockten ihn noch einmal. Er ward weich. Dann aber empörte er sich gegen diese Rührung.

„Nein, nein! Ich kann Haus und Hof nicht verlassen!“

Er gestikulierte heftig.

„Und dann das lästige Kind ... die Scherereien ... die Kosten!“

Er zählte sich das alles auf, um sich stark zu machen.