Emma wandte sich an Frau Homais:
„Man hat mich hierher gerufen ...“
„Ach, du lieber Gott!“ unterbrach die gute Frau sie mit trauriger Miene. „Wie soll ichs Ihnen nur beibringen? ... Es ist nämlich ein Unglück passiert ...“
Sie kam nicht zu Ende. Der Apotheker überschrie sie:
„Hier! Leer ihn wieder aus! Mache ihn wieder rein! Bring ihn wieder an Ort und Stelle! Und zwar fix!“
Er packte Justin beim Kragen und schüttelte ihn ab. Dabei entfiel Justins Tasche ein Buch.
Der Junge bückte sich, aber Homais war schneller als er, hob den Band auf und betrachtete ihn mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund.
„Liebe und Ehe“, las er vor. „Aha! Großartig! Großartig! Wirklich nett! Mit Abbildungen! ... Das ist denn doch ein bißchen starker Tobak!“
Frau Homais wollte nach dem Buche greifen.
„Nein, das ist nichts für dich!“ wehrte er sie ab.