Dann wandte er sich an den Knecht, der schon ganz blaß geworden war.

„Nur keine Angst, mein Lieber!“

„Ach nee, Herr Doktor, machen Sie nur los!“ erwiderte er.

Dabei hielt er mit prahlerischer Gebärde seinen dicken Arm hin. Unter dem Stich der Lanzette sprang das Blut hervor und spritzte bis zum Spiegel hin.

„Die Schüssel!“ rief Karl.

„Donnerwetter!“ meinte der Knecht. „Das ist ja der reine Springbrunnen! Und wie rot das Blut ist! Das ist ein gutes Zeichen, nicht wahr?“

Bei diesen Worten sank der Mann mit einem Ruck in den Sessel zurück, daß die Lehne krachte.

„Das hab ich mir gleich gedacht!“ bemerkte Bovary, indem er mit den Fingern die angestochne Ader zudrückte. „Erst gehts ganz gut, dann kommt die Ohnmacht, gerade bei solchen robusten Kerlen wie dem da!“

Die Schüssel in Justins Händen geriet ins Schwanken. Die Knie schlotterten ihm; er wurde leichenfahl.

„Emma! Emma!“ rief der Arzt.