„Mokiert sie sich über mich?“ fragte sich Rudolf.
In Wirklichkeit hatte der Ruck, den ihm Emma versetzt hatte, nur ein Zeichen sein sollen, daß Lheureux neben ihnen herlief. Von Zeit zu Zeit redete der Händler die beiden an, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
„Ein herrlicher Tag heute! — Alle Welt ist auf den Beinen! — Wir haben Ostwind!“
Frau Bovary wie Rudolf gaben kaum eine Antwort, während Lheureux bei der geringsten Bewegung, die eins der beiden machte, mit einem ewigen „Wie meinen?“ dazwischenfuhr, wobei er jedesmal den Hut lüftete.
Vor der Schmiede bog Rudolf mit einem Male von der Hauptstraße ab in einen Fußweg ein. Er zog Frau Bovary mit sich und rief laut:
„Leben Sie wohl, Herr Lheureux! Viel Vergnügen!“
„Den haben Sie aber fein abgeschüttelt!“ lachte Emma.
„Warum sollen wir uns von fremden Leuten belästigen lassen?“ meinte Rudolf. „Noch dazu heute, wo ich das Glück habe, mit Ihnen ...“
Sie wurde rot. Er vollendete seine Phrase nicht und sprach vom schönen Wetter und wie hübsch es sei, so durch die Fluren spazieren zu gehen.
Ein paar Gänseblümchen standen am Raine.