Inzwischen klagten alle die Libyer an, die allein bezahlt worden waren. Aber während die nationalen Gegensätze und der persönliche Haß erwachten, fühlte man auch die Gefahr, die darin lag, diesen Leidenschaften nachzugeben. Die Vergeltung für den Vorfall mußte furchtbar ausfallen. Folglich galt es, der Rache Karthagos zuvorzukommen. Die Beratungen und öffentlichen Reden nahmen kein Ende. Jeder sprach, keiner hörte zu, und Spendius, der sonst so gesprächig war, schüttelte zu allen Vorschlägen den Kopf.
Eines Abends fragte er Matho beiläufig, ob es keine Quellen in der Stadt gäbe.
»Nicht eine!« antwortete der.
Am nächsten Morgen führte ihn Spendius zum Seeufer.
»Herr!« begann der ehemalige Sklave. »Wenn dein Herz unerschrocken ist, will ich dich nach Karthago hineinführen.«
»Auf welche Weise?« fragte der andere, nach Atem ringend.
»Schwöre mir, allen meinen Befehlen nachzukommen und mir wie ein Schatten zu folgen!«
Matho erhob den Arm gegen den Mond und rief:
»Bei der Tanit, ich schwör es dir!«
Spendius fuhr fort: