»Noch hab ich Zeit!« dachte Hamilkar und stieg in den Kerker hinab.

»Kehre um!« riefen ihm einige zu. Die Beherztesten folgten ihm.

Der Wind spielte mit der offenen Tür. Durch die engen Fenster lugte das Abendrot. Man sah im Innern zerbrochene Ketten an den Wänden hängen.

Das war von den Kriegsgefangenen übrig geblieben!

Da wurde Hamilkar totenbleich, und seine Begleiter, die sich von draußen über die Grube neigten, sahen, wie er sich mit der Hand an die Mauer stützte, um nicht umzufallen.

Der Schakal schrie dreimal hintereinander. Hamilkar blickte auf. Er sprach kein Wort, machte keine Gebärde.

Als die Sonne völlig untergegangen war, verschwand er hinter der Kaktushecke. Am Abend, in der Versammlung der Patrizier im Eschmuntempel, erklärte er beim Eintreten:

»Von den Göttern Erleuchtete! Ich nehme den Oberbefehl unsrer Armee gegen das Heer der Barbaren an!«

VIII

Die Schlacht am Makar