»Ach, guter Einsiedler, gehen Sie schnell, sagen Sie es der armen Mutter!«

Der Einsiedler blieb still stehen und sagte:

»Danken Sie Gott, gute Frau, Er hat Ihnen viel Gutes gethan!«

Da verstand die Gräfin, daß sie die glückliche Mutter und daß ihr Kind gefunden sei.

Nach kurzer Zeit kam der Ritter mit dem kleinen Heinrich, und die Freude war groß im Schlosse von Eichenfels.

Am Abend, als die Eltern alles gehört hatten, sagte der Einsiedler:

»Und jetzt, Ritter von Eichenfels, sollten Sie die Räuber gefangen nehmen lassen!«

»Das habe ich schon gethan!« sagte der Ritter. »Diesen Morgen früh sind meine Soldaten fortgegangen. Sie werden den Berg umringen, dann werden einige Soldaten in die Höhle gehen, und sie werden Räuber und Beute hierher bringen. Ach, da kommen sie ja schon!«

Sie gingen alle hinaus und sahen die Soldaten, welche die Räuber führten. Die Räuber waren alle festgebunden, und vier Wagen voll Beute folgten ihnen. Sie waren sehr erstaunt, den kleinen Heinrich da zu sehen.

Der Ritter sagte: »Die Räuber haben gestohlen und gemordet, sie müssen des Todes sterben! Nur der Jüngling da soll nicht sterben, denn ich weiß von meinem Sohne, daß er nie stehlen wollte, und daß er ehrlich werden wollte. Er soll dem kleinen Heinrich dienen, und hier in meinem Schlosse soll er lernen, ein ehrlicher Mann zu werden.«