»Wie können wir diesen stolzen Künstler demütigen?«

Da der Fürst sein Bild tadellos gefunden, konnten sie nichts daran zu tadeln finden, aber endlich sagte der Eine:

»Ja, Herr Grupello, das Bild des Kurfürsten ist wirklich tadellos. Das Pferd dagegen ist nicht ganz richtig. Sehen Sie, der Kopf ist ein wenig zu groß, er ist nicht ganz natürlich!«

»Nein,« sagte der Zweite, »das Pferd ist nicht so gut gelungen (so schön) wie der Reiter. Sehen Sie doch den Nacken an, Herr Grupello!«

»Ja, und der rechte Fuß da ist auch nicht richtig,« sagte der Dritte.

Der Vierte lobte das Bild auch; aber er tadelte den Schwanz des Pferdes.

Der Fünfte fand auch etwas an dem Pferde zu tadeln, und, nachdem sie alle ihre Meinung ausgesprochen, sagte der Künstler zu dem Kurfürsten:

»Herr Fürst, Ihre Höflinge sind mit meinem Werke nicht ganz zufrieden, Sie tadeln dies und jenes an dem Pferde. Wollen Sie mich gütigst noch einige Tage ungestört an dem Bilde arbeiten lassen?«

»Gewiß, Herr Grupello,« erwiderte der Kurfürst freundlich. »Thun Sie was Sie wollen.«

Der Künstler ließ eine Plankenwand um das Reiterbild aufschlagen, und als die Höflinge vorübergingen, hörten sie den Schall des Hammers.