Abb. 52. König Karl I. von England und sein Stallmeister Sir Thomas Morton.
In der königl. Galerie des Buckinghampalastes.
Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris. (Zu [Seite 78].)

Abb. 53. Die Kinder Karls I. von England: Prinzessin Maria, Prinz Jakob,
Prinz Karl, Prinzessin Elisabeth und Prinzessin Anna.
Im königl. Museum zu Berlin.
Nach einer Originalphotographie von Franz Hanfstaengl in München. (Zu [Seite 80].)

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GRÖSSERES BILD]

Mit ziemlicher Sicherheit kann man die Entstehung eines an dem ursprünglichen Platz seiner Bestimmung verbliebenen Altargemäldes in die Zeit von 1634 bis 1635 setzen. Es ist die Darstellung der Geburt Christi, welche van Dyck für die Liebfrauenkirche zu Dendermonde — die nämliche Kirche, in welcher jetzt auch das für die dortige Kapuzinerkirche gemalte Kreuzigungsbild aufgestellt ist — malte. Die Zeitbestimmung fußt darauf, daß in den erhaltenen alten Rechnungsbüchern der Kirche die Auszahlung von fünfhundert Gulden an Anton van Dyck für die Anfertigung des Altarbildes „die heilige Nacht“ unter den Ausgaben von 1635 vermerkt ist. Dieses Gemälde, in dem Maria dargestellt ist, wie sie unter dem Gemäuer des Stalles sitzend den herbeieilenden und niederknienden Hirten das Jesuskind zeigt, während in der Luft schwebende Engelkinder das Gloria in excelsis singen, verdankt seinen besonderen Ruhm der lichten, zarten Farbenstimmung und dem Reiz der Kinderfiguren. Zu den Vorarbeiten für dasselbe mag die hübsche Zeichnung in der Albertina zu Wien zu zählen sein, welche den nämlichen Gegenstand in ähnlicher Komposition zeigt ([Abb. 50]).

Abb. 54. Die Kinder Karls I. von England: Karl, Prinz von Wales; Jakob,
Herzog von York; Prinzessin Maria.
In der königl. Gemäldegalerie zu Dresden.
Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris. (Zu [Seite 79].)

In diesem Gemälde dürfen wir wohl das letzte namhafte Historienbild van Dycks erblicken. Denn das Wenige, was er später noch an Bildern religiösen oder mythologischen Inhalts malte, war nur von untergeordneter Bedeutung. Kenelm Digby wird als der Besteller einer Anzahl von Gemälden religiösen Inhalts genannt, während König Karl I. den Meister mit der Anfertigung mehrerer mythologischen Kompositionen beauftragte.

Abb. 55. Lady Diana Cecil, Gräfin von Oxford. Im Pradomuseum zu Madrid.
Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris. (Zu [Seite 83].)