Opium. — Heftige, rasende Schmerzen, Druck in der Stirne, Klopfen der Schläfe, Blutandrang nach dem Kopfe, Mund trocken, Durst, Neigung zu einem sauren widrigen Erbrechen.
Mercurius. — Eingenommensein des Kopfes, gleichsam als ob er zerspringen wollte, Schmerz durch Drücken des Kopfes mit den Händen erleichtert, des Nachts und durch Bettwärme verschlimmert.
Silicea. — Stechende Schmerzen vom Nacken nach dem Scheitel zu, Gefühl als ob der Kopf zerspringen wollte, Schlaflosigkeit und beim Erwachen des Morgens und beim Lesen, Schreiben und Denken schlimmer, dabei Verstopfung und erfolgloser Stuhlzwang. Lachesis oder Lycopodium kann abwechselnd damit gegeben werden, wenn Schmerzen, als ob mit Messern im Kopfe geschnitten oder — beim Bücken — mit Hämmern geschlagen würde, vorhanden sind; Verstopfung, Blutandrang nach dem Kopfe, Anwandlung von Ohnmachten und große Unruhe.
Sepia. — Beim Rütteln oder Bewegen des Kopfes, beim Gehen mit einem Anflug von Blutandrang nach dem Kopfe, Uebelkeit, Erbrechen, Eingenommenheit des Kopfes, Verwirrung der Gedanken, schlimmer am Morgen und beim Sehen in das strahlende Sonnenlicht.
Antimonium. — Schmerz schlimmer beim Treppensteigen und besser im Freien.
Sympathetisches Kopfweh (Sick Headache).
Diese Form des Kopfwehs ist gewöhnlich chronischen Charakters und hängt von Störungen des Magens oder der Eingeweide ab. Seinen Namen hat es erhalten, weil Uebelkeit und Erbrechen es in der Regel begleiten. Meistenteils beginnt es am Morgen oder beim Erwachen aus einem tiefen Schlafe, oder nach dem Schlafen in dicht verschlossenen Zimmern, auch wenn Unregelmäßigkeiten in Bezug auf die Kost stattgefunden haben. Zuerst wird ein Druck im Kopfe gefühlt, das allmählig in einen dumpfen Schmerz, der von einem nach dem andern Punkte zieht, übergeht. Ein Gefühl von Schwere und Empfindlichkeit in einem Auge, das sich über die Stirne ausdehnt, Zunge mit einer gelblichweißen Masse belegt und ein unangenehmer schleimiger Geschmack ist vorhanden. Die Hände und Füße sind feucht und kalt und der Puls schwach. In Begleitung dieser Symptome befindet sich ferner ein niederdrückendes Unwohlsein des Magens, das durch langes Aufbleiben erhöht wird. Durch Erbrechen wird in der Regel der Schmerz gelindert.
Behandlung.