Behandlung.

Homöopathisch. Coffea. — Schmerz gleicht dem Gefühle, als ob ein Nagel in den Kopf getrieben, oder als wenn das Gehirn angebohrt oder zerquetscht würde; es scheint dem Leidenden unerträglich und treibt ihn fast zum Wahnsinn. Der Kranke ist sehr unruhig, schreit, weint und hat eine Abneigung gegen die freie Luft. Der Schmerz wird durch das leiseste Geräusch, sogar durch Musik gesteigert und heftiger. Man kann diesem Hepar, Sulphur, Nux vomica oder China folgen lassen.

Aconitum. — Symptome, die dieses Mittel erfordern, siehe unter [Sympathetisches Kopfweh].

Belladonna. — Besonders wenn die Schmerzen am Nachmittag eintreten und bis zum nächsten Morgen anhalten, ebenso wenn die Schmerzen leise anfangen und nach und nach immer heftiger werden.

Ignatia. — Stechende Schmerzen über der Nase, die durch das Vorwärtsbiegen des Kopfes gelindert werden, Druck im Kopf von Innen nach Außen, Gefühl als ob ein Nagel in den Kopf geschlagen würde, Uebelkeit, Verdunkelung des Auges, blasses Gesicht, wenn durch den Wechsel der Lage der Schmerz für den Augenblick erleichtert wird, der Kranke, ganz von Furcht eingenommen, auffährt und allein zu sein wünscht.

Pulsatilla. — Rasende Schmerzen, schlimmer gegen Abend, begleitet von Schwindel und Magenübelkeit, Verdunkelung des Blickes, Läuten in den Ohren, Gesichtsfarbe blaß, gelblich oder hager, kein Durst, Frost, Herzklopfen, ein Gefühl als ob das Gehirn zerrissen würde oder der Kopf in einem Schraubstock säße, der Schädel in Stücke zerbrechen wollte, besonders beim Bewegen der Augen, Kopfschmerz Abends nach dem Niederlegen, oder früh Morgens im Bett, durch Ruhe und Stillsitzen erhöht und durch Bewegen im Freien oder einen stark angezogenen Verband gelindert.

Bryonia. — Vollsein oder Schwere des Kopfes, Druck und brennenden Schmerzen in der Stirn, beim Bücken ein Gefühl, als ob irgend etwas aus der Stirn fallen möchte, reißende Schmerzen, die sich auf das Gesicht und die Schläfe ausdehnen, Hitze im Kopf und Gesicht, geröthete Wangen, Durst, Uebelkeit, Erbrechen, Alles hat einen bitteren Geschmack, beim Herumgehen oder Bewegen der Augen erhöhte Schmerzen.

Platina. — Der Kopfschmerz wächst und nimmt allmählig ab, Brausen im Kopfe, wie von Wasser herrührend, Kälte in den Augen, Ohren und auf einer Seite des Gesichts, krampfhaftes Zucken mit dem Augenlidern, Summen in den Ohren, Gegenstände erscheinen kleiner als sie in Wirklichkeit sind, betäubender Druck auf die Backenknochen. Ist nach Belladonna zweckdienlich.

Mercurius. — Kopfschmerz, als ob der Kopf in Stücke brechen wollte, Vollsein des Gehirns, rasender Schmerz, besonders in der linken Seite, derselbe geht in die Zähne, Stechen in den Ohren. Die Schmerzen werden durch das Drücken des Kopfes mit den Händen erleichtert. Man lasse es nach Belladonna folgen, und schlägt beides nicht an, gebe man Hepar Sulphuris, besonders bei einem bohrenden Schmerz an der Nasenwurzel, oder einem Gefühle, als ob ein Nagel in den Kopf getrieben würde.

Colocynthis. — Rasender, marternder Schmerz auf einer Seite des Kopfes, Druck in der Stirne, schlimmer beim Bücken, oder auf dem Rücken liegend; der Schmerz stellt sich am Nachmittag oder gegen Abend ein und ein überreicher, sehr widriger Urin und ein dicker Schweiß, der wie Urin riecht, ist vorhanden.