Behandlung.

Allgemeine. Wenn die Krankheit dadurch veranlaßt wurde, daß die Augen zu viel auf kleine Gegenstände gerichtet waren, sowie auch durch Lesen, Schreiben, Nähen, Malen und dergleichen mehr, so wird die Heilung desselben um Vieles vereinfacht werden, wenn man sich solcher Beschäftigungen ganz enthält und die Augen nur auf große Gegenstände in der Entfernung richtet. Häufige Bewegung im Freien, Gehen und Reiten, Reisen durch neue und Interesse bietende Landschaften werden sehr wohlthuend einwirken.

Kann indessen dieses Leiden nicht geheilt werden, so sollte man hohlgeschliffene Brillen tragen.

Weitsichtigkeit (Presbyopia).

beruht auf einer Verminderung der Augenfeuchtigkeit und Abplattung der Hornhaut. Dieses Leiden wird häufiger bei Personen vorgeschritteneren Alters gefunden und ist ein frühes Zeichen vom Altwerden. Dem Mangel kann annähernd durch convex geschliffene Gläser abgeholfen werden.

Schielauge (Squinting, Strabismus).

Ein Leiden, das sowohl acut als auch chronisch sein kann. Hierbei kommt es vor, daß der damit Behaftete beabsichtigen mag, beide Augen auf einen Gegenstand zu richten, eines derselben sich unfreiwillig von der natürlichen Richtung wegwendet. Das Auge ist häufiger nach Innen als nach Außen gerichtet.

Ursachen. Schwachsichtigkeit, unvollkommenes Sehvermögen, durch Kurzsichtigkeit u. s. w. Kann bei kleinen Kindern durch die Lage in der Wiege, und zwar dadurch, daß sie das Licht immer von einer Seite haben, verursacht werden. Dies kann durch die Stellung der Wiege, so daß das Licht mehr voll ins Gesicht fällt, verändert werden.

Behandlung.

Homöopathisch. Belladonna. — Bei Schielen auf- oder auswärts, das linke Auge aufwärts und das rechte auf- und auswärts, Weitsichtigkeit, zusammengezogene, dann erweiterte Pupille, welche schließlich unempfindlich gegen Licht wird.