Dieselben können dadurch aus der Nase entfernt werden, daß der Mund und das entgegengesetzte Nasenloch geschlossen werden und darauf durch das Nasenloch, in dem sich etwas Ungehöriges befindet, kräftig geblasen wird; Kitzeln mit einer Feder, so daß dadurch Niesen verursacht wird, reicht zuweilen schon hin. Wenn diese Mittel ohne Erfolg bleiben, so presse man den Daumen oder Finger auf die Nase oberhalb des fremden Körpers, fahre dann mit einer Strick- oder Haarnadel, die am obern Ende hakenförmig gebogen ist, in das Nasenloch und ziehe damit den betreffenden Gegenstand herunter. Zuweilen kann auch der betreffende Gegenstand zurückgedrückt werden, so daß er in den Mund fällt, aber es ist das Beste, nicht zu diesem Mittel zu greifen, das Unannehmlichkeit zur Folge haben kann.


Achtes Kapitel.
Krankheiten des Gesichts, der Lippen und der Kinnbaken.

Gesichtsrose (Erysipelas).

Die Gesichtsrose unterscheidet sich nicht von Erysipelas an irgend einem andern Theil des Körpers. Diese Krankheit erzeugt stets mehr oder weniger Hitze, Anschwellen und Röthe im Gesicht, manchmal folgt auch Delirium und Gehirnentzündung. Die Behandlung der „Gesichtsrose“ unterscheidet sich von der Behandlung der „Rose“ an andern Körpertheilen durchaus nicht.

Behandlung.

Allöopathisch. Man wird gut thun, die Behandlung mit einer kleinen Dosis Bittersalz (Epsom salts) oder Rochellesalz zu beginnen. Ist der Magen in guter Ordnung, so lasse man darauf ein halb Gran Blaupillen (Blue pill) und ein Drittel Gran Ipecacuanha (Ipecac) — alle drei Stunden folgen. Auch wird die folgende Mischung (Neutral mixture), die man zu gleicher Zeit gebraucht, gute Dienste leisten:

Kali-Syrup (Syrup of potassa) 2 Drachmen.
Citronensyrup ½ Unze.
Wasser Unzen.

Mische dieses. Dosis: Einen Theelöffel voll dieser Mischung mit einem Theelöffel voll Wasser alle zwei oder drei Stunden. Der Citronensyrup kann, wenn gewünscht, weggelassen werden. Um die Hitze und das Brennen im Gesicht zu lindern, reibe man dasselbe mit Schweinefett, Talg oder kaltem Rahm, oder einem aus Ulmenrinde (Slippery elm) oder Flachssamen bereiteten Schleim ein. Manchmal mag man verhüten, daß sich die Anschwellung über den Kopf verbreitet, indem man da, wo die Entzündung aufhört, einen Zoll breiten Streifen mit Jodtinktur (Tincture of iodine) oder salpetersaurem Silber (Nitrate of silver) mittelst eines Läppchens oder Pinsels zieht.