wird durch Mißbrauch des Quecksilbers (Mercury) und durch Erkältung hervorgerufen, oder begleitet zuweilen Fieberanfälle, wie [Scharlachfieber], rührt auch zuweilen von angegriffenen Zähnen her.

Symptome. Uebermäßige Speichelabsonderung, die Drüsen des Mundes und Halses geschwollen und entzündet, in schlimmen Fällen von Lockerwerden oder Ausfallen der Zähne, Eiterung des Halses, des Zahnfleisches und der Zähne, sowie Anschwellen der Zunge begleitet.

Behandlung.

Homöopathisch. Hepar Sulphuris, Lachesis, Acidum Nitri, Belladonna, Opium oder Sulphur. — Wenn der Speichelfluß von Calomel oder irgend einem Quecksilber- (Mercurius) Präparat herrührt.

Mercurius. — Ist der Speichelfluß durch Erkältung hervorgerufen, sowie auch bei schmerzhaftem Anschwellen der Drüsen des Mundes, Uebelriechender Absonderung aus dem Munde, Eiterbeulen auf der inneren Seite der Wangen.

Verordnung der Heilmittel. — Man löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe alle 2, 3 oder 4 Stunden einen Theelöffel voll.

Zum Waschen bediene man sich nichts anderem als Wasser und Milch.

Eclectische und Kräuterkur. Wenn Quecksilber die Ursache des Speichelflusses ist, sollte Schwefel (Sulphur) und Cremor Tartari (Cream of tartar), 2 Theile von dem ersteren und ein Theil von dem letzteren genommen werden. Mische es mit ein wenig Molasses oder Honig. Dosis: einen Theelöffel voll zwei- oder dreimal des Tages.

Man nehme ferner Schwefel in den Mund und zwar so, daß er mit den angegriffenen Theilen in Berührung kommt. Das Besprengen der Eiterbeulen mit pulverisirter rother Kreide (Red chalk) hat sich zuweilen bewährt.