Manchmal werden die Mandeln auf ihre natürliche Größe reduzirt, indem man sie mit einer starken Tannin- (Gerbestoff) Auflösung oder mit Schwefelsilber tupft; auch wird hierzu eine starke Alaunauflösung oder Jod-Tinktur (Tincture of Iodine) öfters angewandt.

Eclectische und Kräuterkur. Im Anfangsstadium gebe man ein Brechmittel — Lobelia und Brechwurz (Ipecac) und lasse den Patienten zu gleicher Zeit warmen Salbeithee trinken; auch wird es gut sein, wenn er den Dampf einer Abkochung von Hopfen, Salbei (Sage), Wermuth (Wormwood), Wasserdost (Boneset), Andorn (Hoarhound), Katzenmünze (Catnip), von jedem eine Handvoll — einathmet und die Dämpfe den Hals umziehen läßt. Kann man nicht alle diese Kräuter erhalten, so gebrauche man drei oder vier derselben.

Das folgende Liniment mag als ein äußerlich anzuwendendes Mittel gebraucht werden:

Sassafrasöl 2 Unzen.
Salatöl 2
Kampher-Spiritus 2
Hirschhorn-Spiritus (Spirits of hartshorn) 2
Amerik. Isop- (Penny royal) Oel 2
Chinin- (Quinine) Tinktur 2
Terpentingeist 2

Hiermit wasche man den Hals sehr oft ab und wickle ein Stück Flanell um denselben.

Als ein Gurgelmittel kann das folgende in Anwendung kommen: Eine kleine Handvoll Salbei und ebenso viel Sumachbeeren und Rinde wird in drei Pinten Wasser so lange gekocht, bis noch ein Pint übrig ist, sodann füge man von jeder der folgenden Substanzen einen Theelöffel voll bei: Pulverisirter Alaun (Alum), Borax und Salpeter; dieses seihe durch, versüße die Mischung mit Honig und gurgle den Hals damit.

Auch mag Citronensaft und Honig — mit einander vermischt — oft anstatt eines Gurgelmittels eingegeben werden; diese Mischung ist sehr erfrischend.

Man sollte öfters ein Fußbad in schwachem Laugenwasser nehmen, und der Körper sollte ebenfalls zwei- oder dreimal des Tages gewaschen werden, namentlich falls der Patient viel Fieber hat.

Auch leistet ein Umschlag von frischer Kermesbeerenwurzel (Poke root), die man röstet, abwäscht und mehrere Male des Tages warm auflegt, gute Dienste.