Reibe es in einem Mörser gehörig durcheinander und gebe ungefähr 8 Grane als eine Dosis alle 3 oder 4 Stunden.
Homöopathisch. Aconitum — sollte zu Anfang entweder allein oder abwechselnd mit Bryonia, bei hohem Fieber und starkem Schmerz in der Brust gegeben werden. Der Schmerz wird bei Bewegung oder Husten schlimmer, der Auswurf ist blutig und von der Farbe von Ziegelstaub, Zunge belegt, viel Durst. Von diesen Heilmitteln sollten abwechselnd alle halbe oder ganze Stunde ein Theelöffel voll gegeben werden, bis sich der Kranke bessert. Belladonna kann entweder allein oder abwechselnd mit Aconitum gegeben werden, wenn das Fieber zunimmt und beträchtlicher Blutandrang nach dem Kopfe vorhanden ist, bei heftigem Schlagen der Adern des Halses und der Schläfe.
Phosphorus. — Ist bei heftigen Fällen ein schätzenswerthes Mittel, wenn zuvor Bryonia oder Belladonna gegeben, entweder allein oder abwechselnd mit Aconitum gegeben, besonders wenn folgende Symptome vorhanden sind: Ein kurzer hackender Husten, hauptsächlich am Abend mit einem Gefühl von Erstickung, wenig oder gar keinen Auswurf; starker Schmerz in der Brust; Schwere, Vollsein und Beengung, als ob die Brust zusammengeschnürt wäre, große Hinfälligkeit, Vollsein des Gesichts, Stechen in der Seite, vorzüglich in der linken, Zupfen an dem Bettzeug, schwacher und schneller Puls. Tartarus emeticus kann abwechselnd mit Phosphorus gegeben werden, besonders wenn Aconitum und Bryonia keine Linderung gewährten, auch bei starker Unterdrückung des Athmens und Hustens. Der Husten ist locker mit überreichem Auswurf, hohl und rasselnd, wenig oder gar keinem Schmerz, Uebelkeit und Erbrechen, besonders nach Hustenanfällen.
Pulsatilla. — Schwieriges Athmen, besonders beim Liegen auf dem Rücken. Vorzugsweise gut für Kinder bei regelmäßigem kurzem Husten, Heiserkeit, Schwere auf der Brust.
Mercurius. — Wenn Aconitum das Fieber vermindert hat, aber noch Schwierigkeit beim Athmen vorhanden und der Patient von Nachtschweiß erschöpft ist.
Bei typhöser Lungenentzündung möge China angewendet werden, besonders wenn der Kranke sehr durch Blutverlust geschwächt wird und folgende Symptome vorhanden sind: Druck in der Brust, Stechen in der Brust und in den Seiten; Herzklopfen beim Athmen und Husten, große Schwäche, dünner und schwacher Puls. Lindert dies nicht nach mehrstündigem Gebrauche, so kann Rhus toxicodendron abwechselnd damit gegeben werden.
Opium. — Bei großer Schläfrigkeit, schwächendem Athmen, leisem Murmeln, Zupfen an dem Bettzeuge und wenn Entleerungen ohne Wissen des Kranken stattfinden.
Hyoscyamus. — Wenn der Husten reizend und krampfartig, das Gesicht roth und heiß ist, die Augen strahlend, Zunge trocken und bräunlich sind.
Veratrum. — Wenn der Puls klein und schwach ist, die Glieder kalt, Delirium, Erbrechen, Diarrhöe und schnelles Sinken der Kräfte.