| Eisen-Chlor-Tinctur (tincture of chloride of iron) | 1 | Drachme. |
| Süßer Salpeter-Spiritus (sweet spirits of nitre) | 2 | Drachmen. |
Mische es. Dosis: 25 Tropfen in ein Weinglas mit einem Aufguß von Hollunderblüthe und Frauenhaar (Elder flowers and Maiden hair) 1 Unze von jedem, in 2 Pints kochenden Wassers.
Bilden sich Blasen und tritt Eiterung ein, mache Umschläge von Ulmenrinde und Hopfenmalz. Verschwindet die Entzündung plötzlich, oder wird eine Neigung hierzu bemerkbar, gebe man folgendes:
Blutwurzel, Pleuresiewurzel, Ipecacuanha und Salpeter, jedes pulverisirt, eine Drachme. Gieb eine Dosis von 12 zu 15 Gran alle 3 oder 4 Stunden. Zur Milderung des Juckens und Brennens kann eines der folgenden Mittel gebraucht werden: Gleiche Theile von Lobelia- und Blutwurzel-Tinctur mit ein wenig Essig; drei- oder viermal des Tages anzuwenden. — Eine Abkochung von Flöhkraut und Stinkkamille (Smartweed and Mayweed) kann kalt gebraucht werden. Ein anderes Mittel: Lobelia-Tinctur, Lorbeer-Rinden- (Bay berry) Tinctur, eine satte Auflösung von Salmiak, von jedem eine Unze; bade die Theile mehrere Male des Tages damit. Ebenso noch einen erweichenden Umschlag von gebranntem Mehl oder Ulmen-Rinde. Wenn der Rothlauf chronisch ist und nach einigen Monaten immer wieder ausbricht, kann zu dessen Vertreibung folgende Behandlung angewendet werden: Man halte die Eingeweide mit guten Abführungspillen oder einem gemischten Pulver von Rhabarber und Potasche in Dosen von fünf oder zehn Gran dreimal des Tages zu nehmen in Ordnung; gleichzeitig nehme man das folgende: Wilde Indigo-Wurzel, Blut-Wurzel und Scharlachbeere-Wurzel (Poke root) von jedem eine Unze; holländischen Wachholderbranntwein (Gin) und Branntwein 1 Pint; man lasse es eine Woche stehen und füge 2 Drachmen hydriosaures Potasche-Salz, aufgelöst in einer Unze Wasser; Dosis einen Theelöffel voll dreimal des Tages. Das folgende Mittel wird gleichfalls empfohlen: Blaue Schwertlilien-Wurzel, gelbe Ampferkraut-Wurzel, Kletten-Wurzel, die Rinde der Bittersüß-Wurzel, Sassafras-Rinde, von jedem, grob gepulvert, eine Unze; Hollunder-Blüthe 2 Unzen, dazu 6 Pint kochendes Wasser; bedecke das Gefäß und lasse es 24 Stunden stehen; presse ferner die Kräuter, durchseihe und versüße es. Dosis: Ein Weinglas voll dreimal des Tages. Das Baden der angegriffenen Theile mehrere Male in der Woche in schwachem Laugenwasser wird gleichfalls von guter Wirkung gefunden werden.
Homöopathisch. Aconitum. — Wenn starkes Fieber, heiße, trockene Haut, Durst u. s. w. vorhanden ist.
Belladonna. — Ein wichtiges Mittel, besonders gegen Gesichtsrose, bei geschwollenen Augen, trockener Haut, Durst und Phantasiren. Aconitum und Belladonna kann abwechselnd gegeben werden. Alle 2 Stunden eine Dosis. Bessern sich die Symptome nicht, klagt der Kranke über Schmerz im Hals, Trockenheit, Husten ohne Auswurf, gebe man Lachesis. Apis mellifica kann abwechselnd damit gegeben werden.
Wenn diese Mittel eine Zeitlang gegeben worden sind und sich der Zustand des Kranken noch verschlimmert, während eine große Empfindlichkeit gegen Geräusch und Licht vorhanden, die Haut glänzend und sehr zart ist, zuweilen Blasen bildet, gebe man Belladonna und Rhus toxicodendron abwechselnd, einen Theelöffel voll alle zwei Stunden. Wird der Kranke schläfrig, gebe man eine Dosis (4 Kügelchen) Opium. Wenn aufgeregt und schlaflos, gebe man Kaffee und Belladonna abwechselnd, alle Stunden eine Dosis. Arsenicum kann gegeben werden, wenn die Entzündung eine dunkle Farbe annimmt und der Kranke sehr schwach wird.
Pulsatilla — ist zu geben, wenn die Krankheit durch gewisse Nahrungsmittel, wie Austern, Clams u. s. w. Auch dann, wenn die Entzündung an einem Orte verschwindet und an einem anderen wieder erscheint oder wenn sie die Ohren angreift. Gegen Rothlauf in den Gelenken Bryonia und Rhus toxicodendron abwechselnd.
Wenn sich Blasen bilden, die faulig werden, gebe man Arsenicum und Carbo vegetabilis abwechselnd.
Mercurius und Hepar sulphuris kann gegeben werden, wenn sich der Rothlauf in Eitergeschwüre verläuft.