Ipecacuanha. — Kann nach Aconitum gegeben werden, wenn das Erbrechen sehr stark ist und von Unverdaulichkeit herrührt.
Pulsatilla. — Kann nach Ipecacuanha gegeben werden, wenn die Krankheit Folge von Unverdaulichkeit ist oder ein Frösteln im Magen in Folge von Eis.
Belladonna und Hyosciamus. — Kann abwechselnd gegeben werden, wenn der Kranke nervös ist, bei Schläfrigkeit, Delirium und Bewußtlosigkeit.
Nux Vomica und Lachesis. — Kann abwechselnd oder jedes für sich gegeben werden, wenn die Krankheit von dem Genusse von Spirituosen, Kaffee, Wein oder reizender Speisen herrührt.
Opium und Camphor. — Können abwechselnd gegeben werden, wenn die obigen Mittel keine Erleichterung gewähren und Schläfrigkeit sowie Betäubung vorhanden sind.
Cantharis. — Bei heftigen Fällen, besonders wenn der brennende Schmerz unerträglich ist.
Gegen chronischen Magenkrampf mögen die folgenden Mittel angewendet werden: Bismuth, Bryonia, Cuprum Metallicum, Digitalis, Hyosciamus, Phosphorus, Mercury, Ignatia, Tartar Emetic. Die Kost sollte dieselbe sein wie jene unter allöopathischer Behandlung angegebene.
Verordnung der Heilmittel. — Löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe alle halbe, ganze oder zwei Stunden einen Theelöffel voll bis es besser wird. Wenn sich aber die Symptome nach einigen Dosen nicht verbessern, dann wähle sogleich ein anderes Mittel und gebe es in derselben Weise. Bei der chronischen Form können die Mittel zwei- bis dreimal des Tages gegeben werden.
Gedärm-Entzündung (Enteritis).
Dies ist eine der gefährlichsten und schmerzhaftesten Krankheiten, deren Behandlung stets einem Arzte überlassen bleiben sollte. Sie besteht in einer Entzündung der Schleimhaut der kleinen Därme. Entzündung der großen Därme wird Ruhr (Dysentery) genannt.