Gegen Bandwurm wird der Saft von blauem Kalmus (Blue flag) empfohlen, ebenso starke Portionen von Knoblauch (Garlic) mit Salz, und einen Tag um den andern ein Abführmittel von Alraunwurzel (Mandrake root). Wurzel von männlichem Farn (Root of male fern) ist erfolgreich zur Entfernung des Bandwurms angewendet worden.
Hartleibigkeit.
Dies ist eine der gewöhnlichsten Störungen, denen die Menschheit unterworfen ist. Unter Hartleibigkeit verstehen wir einen trägen Zustand der Eingeweide, durch welche der Koth eine längere Zeit zurückgehalten wird, als es die Erhaltung der Gesundheit bedingt. Stuhl ist seltener als in gesundem Zustande, hart und trocken, in kleinen Quantitäten und die Entleerung geht mit Schwierigkeit vor sich.
Symptome. Kopfschmerz, Schwindel, Mangel an Appetit, zuweilen Uebelkeit und Fiebersymptome, Schwere längs des unteren Theiles des Bauches.
Ursachen. Sitzende Lebensweise, besonders während der Geist beständig auf irgend einen Gegenstand gerichtet ist, zusammenziehende Medizinen, nervöse Krankheiten, Unachtsamkeit auf das Verlangen nach Entleerung der Eingeweide.
Behandlung.
Allgemeine. Die Kost sollte dieser Krankheit genau angemessen sein, alles von bindender Natur ist zu vermeiden, wie thierische Kost, besonders eingesalzene Fleische, Käse, reizende Getränke, Pasteten, stark gewürzte Speisen &c. Dagegen kann der Patient alle Sorten von Früchten, Gemüse, grobes Brod und Suppen essen. Gestoßener Weizen wird die Heilung der Hartleibigkeit befördern. Einspritzungen von kaltem Wasser, sowie starkes Trinken von kaltem Wasser, sollte angewendet werden. Jedermann muß den Mahnungen der Natur sofort und regelmäßig Folge leisten. Die beste Zeit diesem nachzukommen ist vielleicht am Morgen unmittelbar. Wenn man diesem Umstande zu einer gewissen Stunde des Tages Aufmerksamkeit schenkt, so wird dies mehr als irgend etwas anderes dazu beitragen, dieses zur Gewohnheit zu machen und die Eingeweide in Ordnung zu halten.
Allöopathisch. Eine Pille von Rhabarber (Rhubarb) und spanische Seife (Castile soap) von jedem ½ Gran sollen angewendet und davon des Abends 2 Pillen gegeben werden.
Zuweilen bewährt sich folgendes: