Behandlung.
Diese Krankheit ist zu wichtig und zu gefährlich, als daß sie nach einem Buche behandelt werden könnte, der Fall sollte dahingegen in die Hände eines geschickten Arztes gelegt werden.
Sarsaparilla in Dosen von einem Tropfen auf ein Stück Zucker alle Abend wird zuweilen Anfälle lindern.
Blutharnen (Blood with the Urine — Hæmaturia)
meint einen Blutfluß oder eine Blutung aus der Harnröhre, ob nun aus der Blase, den Nieren, dem Harnweg oder der Harnröhre.
Symptome. Dem Blutfluß geht gewöhnlich Schmerz in der Blase oder den Nieren und Schwäche voraus, in der Regel große Empfindlichkeit gegen Druck auf die Gegend über den Nieren oder der Blase; kommt das Blut aus den Nieren, so ähnelt der Urin Blutwasser oder dunklem Biere; kommt es aus dem Harnweg (dem Canal, welcher von den Nieren nach der Blase führt), so wird beträchtlicher Schmerz vorhanden sein; der abgehende Urin wird jenem von der Blase ähneln, nur werden die Fasern länger sein; kommt es aus der Blase, so ist es nicht mit dem Urin gemischt, sondern in der Form von kleinen, faserartigen Klümpchen; fließt es aus der Harnröhre (der Ausgang, welcher von der Blase führt), so kommt es tropfenweise und mischt sich nicht mit dem Urin; zuweilen wird Eiter oder eine faulige Masse im Urin gefunden, was den Beweis liefert, daß irgendwo eine Eiterung stattfindet.
Ursachen. Verletzungen in Folge von Fallen, Schlägen, Heben oder Springen, auch kann es durch Steine in der Blase oder Entzündung dieses Organs, sowie die Anwendung von Terpentin- (Turpentine) Spiritus oder spanische Fliegen (Cantharides) verursacht werden.
Behandlung.
Eclectische und Kräuterkur. Man lasse den Kranken öfters und viel von einer Eibisch- (Marsh mallow) Abkochung, oder auch von gleichen Theilen Queen of the meadow und Pfirsichblättern trinken. Ist der Schmerz heftig, so mache man eine Bähung von Hopfen oder Stechapfel- (Stramonium) Blättern über den Sitz der Krankheit; ein Aufguß von Grundstrauch (Trailing arbutus) mag zuweilen mit Vortheil angewendet werden.