Man mache daraus eine Pille und wiederhole es zwei- bis dreimal des Tages.

Schwefelsaures Kupfer (Sulphate of copper) diene zu Waschungen des Halses. 30 Grane Kupfer kommen auf eine bis zwei Unzen Wasser; wasche damit vermittelst eines Stückchen Schwammes zwei- oder dreimal des Tages den Hals.

Homöopathisch. Sobald das Geschwür erscheint, ätze man es mit salpetersaurem Silber (Nitrate of silver), Salpetersäure (Nitric acid), oder rothem Präcipitat (Red precipitate). Innerlich gebe man: Mercurius, Hydriodate of Potassa, Mercur. precipit. ruber, Sulphur, Silicea, Aurum, Mezerium.

Bei sekundärer Syphilis, wo Schmerzhaftigkeit und Eiterung des Halses vorhanden ist, möge vermittelst eines Kameelhaarpinsels Benzoe-Tinktur immer nach einigen Tagen angewendet werden. Die Mittel, welche zu geben sind, sind Biniodide of Mercury, Kali Hydriodicum. Eine Woche kann Mercurius und die nächste Woche Kali — und so abwechselnd fort — gegeben werden.

Andere Mittel sind: Acidum Sulphuris, Lachesis, Phosphorus, Hepar Sulphuris, Borax.

Verordnung der Heilmittel. Von dem gewählten Mittel gebe alle 2, 3 oder 4 Stunden eine Dosis. Ist das Mittel in Kügelchen, gebe 6 auf eine Dosis, wenn in Pulvern, 2 Grane. Bei constitutioneller Syphilis gebe dreimal des Tages eine Dosis.

Samenfluß, Tripper (Gonorrhœa — Clap or Gleet)

ist eine Entzündung der Schleimhaut des Harnwegs, begleitet von einem Ausfluß und rührt von unreinem geschlechtlichem Verkehr her.

Symptome. Der Tripper stellt sich in der Regel am dritten oder achten Tag nach der Ansteckung ein. Er beginnt mit einem unangenehmen Gefühle am Ende des Penis und ist gewöhnlich von etwas Röthe und Schwierigkeit des Wasserablassens begleitet; nach ein oder zwei Tagen nimmt der Ausfluß von Eiter zu, wird dünner und von einer grünlichen oder gelblichen Farbe, zuweilen mit Blut gestreift. Die Eichel ist roth und entzündet und der Urin verursacht einen brennenden Schmerz. Dehnt sich die Entzündung auf die Blase aus, so tritt ein quälendes Verlangen, das Wasser abzulassen, mit einem beständigen, unangenehmen Gefühle in der Gegend der Hoden und zwischen den Beinen, ein. Wenn die Entzündung stark ist, so tritt die sogenannte chorda venerea, während welcher der Penis steif und nach unten gekrümmt ist, hinzu, verursacht heftigen Schmerz und befällt den Patienten in der Regel im warmen Bette. In Folge der Entzündung kann Phimosis entstehen, bei welcher die Vorhaut hart und geschwollen ist und nicht zurückgezogen werden kann; oder wenn die Anschwellung hinter der Eichel eintritt, kann sie nicht vorgezogen werden und wird paraphimosis genannt. Die Drüsen der Lenden und ebenso die Hoden schwellen an und entzünden sich zuweilen.

Tripper ist die Folge der Gonorrhœa und nimmt eine chronische Form an, nachdem die Entzündung nachgelassen hat. Hin und wieder ist er sehr hartnäckig. Eine andere Folge des Trippers sind Stricturen, welche die Harnröhre oder den von der Blase führenden Harnweg theilweise schließen, was an dem platten oder gedrehten Wasserstrahl, ähnlich einem Bohrer, oder gabelförmig, erkannt werden kann.