Siehe „[Hartleibigkeit],“ 12. Kapitel, erster Theil.

Diarrhöe während der Schwangerschaft

wird weniger häufig gefunden als Verstopfung, ist aber bei weitem gefährlicher, da sie ungemein schwächt, wenn sie nicht rechtzeitig eingehalten wird. Zuweilen ist es nur ein lockerer Stuhlgang, bei dem die Bewegungen häufiger als gewöhnlich gefühlt werden, allein der Appetit bleibt gut und der allgemeine Gesundheitszustand wird dadurch nicht berührt. In solchen Fällen kann durch eine einfache Regelung der Kost abgeholfen werden. Jene Diarrhöe, welche zu fürchten ist, ist die, bei welchen die Entleerungen dunkel gefärbt, schwarzgelb und höchst widrig sind; der Athem ist verdorben und der Geschmack unangenehm, bei wenig oder gar keinem Appetit.

Behandlung.

Allgemeine. Die Kost sollte sorgfältig geregelt werden und mag bestehen in Gerstenwasser, Gummi Arabicum-Wasser, Pfeilwurz (Arrow root), Sago, Tapioca, Isländischem oder Irischem Moose, Zwieback- (Toast) Wasser, gekochten Reis mit pulverisirtem Zimmet schmackhaft gemacht.

Allöopathisch. Folgendes mag mit gutem Erfolg angewendet werden:

Kreidemischung (Chalk mixture) Unzen.
Zusammengesetzte Kardamon-Tinktur (Compound tinct. of Cardamons) 3 Drachmen.
Katechu-Tinktur (Tincture of Catechu) 3
Laudanum 20 Tropfen.

Mische es. Dosis: alle 4 Stunden zwei oder drei Eßlöffel voll.

Folgende Salbe möge vermittelst warmen Flanells über den Magen und die Eingeweide gebracht werden:

Seifensalbe (Soap liniment) 6 Drachmen.
Zusammengesetzte Kamphersalbe (Compound camphor liniment) 6
Laudanum 4