Zeitlosensamen-Tinktur (Tincture of colchicum seed) 1 Unze.
Kalium-Iodide (Iodide of potassium) 1 Drachme.
Destillirtes Wasser 2 Unzen.

Mische dieses. Dosis: Einen Theelöffel voll alle 2 oder 3 Stunden.

Um dem Patienten Ruhe und Linderung der Schmerzen zu verschaffen, gebe man schwefelsaures oder essigsaures Morphium (Sulphate or acetate of morphine). Dosis: ¼ oder ½ Gran alle 1, 2 oder 3 Stunden.

Der Kranke darf durchaus nicht unmäßig essen und trinken, sondern muß in jeder Beziehung sehr mäßig leben, sollte sich viel in freier Luft bewegen und Abends bald zu Bett gehen.

Skropheln (Scrofula, King’s Evil).

Der Name dieser Krankheit kommt von dem lateinischen scrofa, das Schwein, und wurde deshalb gewählt, weil dieses Thier diesem Uebel besonders ausgesetzt ist.

Es treten bei verschiedenen Krankheiten skrophulöse Symptome auf; z. B. bei Auszehrung, bei Hüftschmerzen, Kropf, Entzündung des Kniegelenks u. s. w., und die Krankheit wird allgemein als eine Anschwellung der Drüsen am Hals oder an anderen Körpertheilen bezeichnet.

Symptome. Das erste Symptom ist gewöhnlich eine Drüsenanschwellung, namentlich am Halse. Diese Anschwellungen mögen eine lange Zeit vorhanden sein, ohne wund zu werden oder Unbequemlichkeit zu verursachen. In sechs Monaten oder einem Jahr mögen sie so groß werden als ein Hühnerei. Nach und nach spitzen sie sich zu, brechen auf, entzünden sich und entleeren eine wässerige Flüssigkeit, die aussieht wie Molkenwasser und Käsequark. Manchmal fließt diese Materie aus mehreren Oeffnungen. Heilen die Beulen zu, so entstehen häßliche Schmarren und oft setzten sich wieder andere Geschwüre an. Manchmal werden Knochen und Augen durch die Skropheln affizirt. Weiße, zarte Haut, helles Haar, dicke Lippen und ein zarter Körperbau deuten darauf hin, daß der Organismus zu Skropheln geneigt ist.

Ursachen. Die Krankheit vererbt sich gewöhnlich, mag aber auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden, z. B. Aufenthalt in feuchten, schlecht gelüfteten Wohnungen, ungenügende Nahrung, Schmutz, übermäßiger Genuß des Schweinefleischs, Mangel an Bewegung, Masern, Scharlachfieber, Blattern &c.