Behandlung.
Allgemeine. Jeden Abend vor dem Schlafengehen eine gute Waschung von Wasser mit spanischer Seife (castile soap), welche man eintrocknen läßt. Branntwein oder Alcohol kann in derselben Weise gebraucht werden. Eine Unze von Citronensaft in einem Pint Wasser in demselben Verhältniß angewendet, wird zweckentsprechend gefunden werden; ebenso Wasser und Kampher-Spiritus. Die Kost sollte dabei sorgfältig geordnet und alles Reizende vermieden werden.
Homöopathisch. Pulsatilla. — Wenn das Kitzeln im Bette, oder wenn nahe am Feuer sich verschlimmert, besonders nach Kratzen. Eine Dosis (6 Kügelchen) alle Morgen und Abend.
Ledum palustre. — Im Fall das Kitzeln nach dem zu Bett gehen beginnt, von einem zum andern Platze springt und der Ausschlag Flohbissen gleicht. Man gebe es in derselben Weise wie Pulsatilla.
Mercurius. — Wenn das Kitzeln die ganze Nacht fortdauert und nach dem Kratzen leicht blutet. Es ist gut, dieses abwechselnd mit Causticum jeden Abend zu geben.
Ist das Jucken von einem starken Brennen begleitet, gebe man Bryonia und Rhus abwechselnd alle 4 Stunden; eine Dosis (6 Kügelchen). Gebe diese Mittel zwei Tage lang und dann Hepar sulphuris jeden Morgen und Abend eine Dosis. Wenn nach einer Woche nicht besser, nehme man Morgens und Abends eine Dosis Carbo vegetabilis.
Nux vomica und Arsenicum abwechselnd wird sich zuweilen vortheilhaft bewähren.
Befällt es alte Leute, so gebe man Opium und Secale abwechselnd jeden Abend eine Dosis.
Wenn es durch die Hitze im Sommer hervorgerufen wird, gebe man Lachesis und Lycopodium abwechselnd Abends.
Silicea und Sulphur sind gut bei hartnäckigen Fällen. Andere Heilmittel sind: Thuja, Graphites, Petroleum, Calcarea Carbonica, Sepia, Conium.