Behandlung.

Sobald man sicher weiß, daß sich ein solches Geschwür bildet, lasse man es aufschneiden und versichere sich, daß der Schnitt breit und tief genug ist, den Eiter leicht auszulassen. Liegt das Geschwür innerhalb der Knochenhaut (der Haut, welche den Knochen bedeckt), was gewöhnlich der Fall ist, sollte der Schnitt bis auf den Knochen gemacht werden, und zwar so, daß er längs des Knochens kratzt, um sich zu versichern, daß die Knochenhaut geöffnet ist. Erweichende Umschläge von Leinsamen, schlüpfriger Ulme (Slippery elm) oder Brod und Milch mögen angewendet werden.

Das Einwachsen des Zehennagels.

Dies ist außerordentlich schmerzhaft und wird durch das Tragen von zu enger Fußbekleidung verursacht. Der beständige Druck auf die große Zehe hat das Einschneiden des Nagels in das Fleisch zur Folge, was eine Eiterung und Bildung von wildem Fleische verursacht.

Behandlung.

Man schabe den Nagel an der Spitze sehr dünn und presse etwas Watte darunter, was zuweilen Linderung verschafft. Ein gutes Mittel ist auch das Gießen von heißem Fett oder Talg unter den Nagel auf den Sitz des Uebels. Das trockene Pulver des überchlorsauren Eisen (Perchloride of iron) wird sehr empfohlen.


Gifte und Gegengifte.

Bei Vergiftungsfällen ist das erste Ding, was geschehen muß, Erbrechen zu erregen, damit das Gift so bald als möglich aus dem Magen entfernt oder dessen Wirkung auf die Anwendung des Gegengiftes neutralisirt wird.