Mische es.

Schwefel 1 Unze.
Boraxsaure Soda (Borate of Soda) 1 Drachme.
Salzsaures Ammoniak (Muriate of ammonia) 1
Weißes Präcipitat-Quecksilber (White Precipitate of Mercury) 2 Skrupel.
Präparirtes Schweinefett 2 Unzen.

Mische es. (Frisch.)

Welches immer von den vorstehenden Mitteln gebraucht wird (und ich möchte gewöhnlichen Schwefel und Schweinefett empfehlen), so muß sich der Kranke vom Kopf bis zum Fuß und zu den Fingerspitzen einschmieren; an einem Feuer gehörig in die Haut einreiben, sich mit Socken, Unterhosen und Flanellhemd bekleiden und 36 Stunden im Bett verbleiben, während welcher Zeit die Einreibung zweimal erfolgen muß. Hierauf reinige die Haut vermittelst eines warmen Bades gründlich. Reicht dies nicht hin, so wiederhole man die Kur noch einmal. Bei milderen Fällen wird ein Schwefeldampfbad, ein- oder zweimal des Tages genommen, schnell Erleichterung verschaffen.

Milchschorf (Milk Crust, Crusta Lactea).

Diese Krankheit tritt mehr als zu irgend einer andern Zeit bei dem Durchbruch der ersten Zähne auf und erscheint auf der Stirne, den Wangen oder der Kopfhaut. Der Ausschlag besteht im Anfang in rothen Blattern, auf welchen sich bald kleine gelbliche oder strohfarbene Pusteln bilden, die zuweilen von einem starken Jucken begleitet sind. Diese können sich über das ganze Gesicht und die Kopfhaut ausbreiten, so daß der Kranke ein Ekel erregendes Ansehen annimmt. Die Pusteln brechen zu Ende des dritten oder vierten Tages auf und entleeren eine klebrige Flüssigkeit, welche Krusten von weiß-gelblicher oder grüner Farbe bilden. Wenn sich die Flüssigkeit auf diese Weise unter der Oberfläche absondert, verursacht sie, daß die Kruste immer dicker wird, sich so über die sie umgebende Haut verbreitet und die Krankheit fortpflanzt. Verschwinden die Krusten, so zeigt sich die Haut roth und entzündet, wie mit kleinen Punkten besetzt, von denen die Flüssigkeit beständig sickert. Der Gesundheitszustand des Kranken verbleibt im allgemeinen gut, wenn er nicht von dem Jucken gepeinigt und gereizt wird. In Fällen bei Kindern mit weißem Haar und blasser, zarter Haut, sind die Drüsen des Nackens und jene hinter den Ohren zum Anschwellen geneigt, werden hart und empfindlich.

Die Krusten fangen in der Regel innerhalb 2 bis 4 Wochen an abzufallen, lassen die Oberfläche roth-glänzend und zart, was bei dem geringsten Anlaß die Bildung eines neuen Ansatzes von Pusteln verursacht und dadurch die Krankheit Monate, ja vielleicht Jahre lang hinzieht. Keine bleibenden Spuren, sogar bei den stärksten Anfällen der Krankheit werden auf der Haut zurückgelassen. Das Haar kann in Folge dieser Krankheit ausfallen, aber es wächst wieder, wenn nicht, wie bei [Kopfgrind] (tinea capitis), die Haarwurzel zerstört ist. Das Waschen des Kopfes mit Theerseife ist das Beste, was man anwenden kann.

Behandlung.

Homöopathisch. Bei dem ersten Erscheinen der Krankheit, wenn das Jucken, besonders des Nachts, stark ist, gebe man Aconitum, sowohl allein als auch abwechselnd mit Chamomilla, alle 2 Stunden eine Dosis.