Man könnte ihre Haut mit einem Rasen
Vergleichen, darauf eine kühle Wolke
Die Körner feinen Hagels sinken ließ.

Sie hat gewiß gefürchtet, daß die Pfeile
Aus ihren Augen ihre eignen Hände
Verletzen könnten, – darum zog sie vor,

Mit einem Küraß sonderbarer Zeichen
Die Haut zu schirmen. Ach, die Böse hat
Die flachen Hände gegen mich erhoben,

Als wollte sie das Herz aus meiner Brust
Fortreißen, und die Pfeile ihrer Augen
Vernichten mich, ohn daß ich fliehen kann.

Die Locke, die auf ihrer Schläfe liegt,
Ist ein Skorpion, der seinen giftigen Stachel
Gegen mein banges Herz gerichtet hält.

Ihr Auge scheint geschlossen, doch es wacht.
Der Bogen ihrer Augenbrauen nimmt
Mich ganz gefangen. Ihre Wangen schimmern

Gleich roten Rosen. Könntet ihr die Brust
Der Wundervollen sehn: ihr würdet meinen,
Zwei Früchte des Granatbaums zu erblicken.

Sehr aufrecht ruht ihr Leib auf edeln Hüften
Und wiegt sich rhythmisch. Wenn die Sonne sie
Im bloßen Schmucke ihrer Nacktheit sähe:

Sie würde fürder nicht zu scheinen wagen,
Weil sie erkennen würde, daß sie nimmer
Mit solcher Schönheit Glanz sich messen kann.