Ich wünschte wohl, daß du nur immer hold
Und zärtlich seist zu mir, dann mag das Leben
So wild und unwirsch drohen, wie es will.
Ich wünschte wohl, daß nur die hellste Wonne
An deinem Wege blühe, – an dem Wege
Der andern möge Jammer blühn und Gram.
AUFFORDERUNG
UNBEKANNTER DICHTER
Laß, Schöne, einen Wettstreit uns begehn!
Siegst du, so nimm mich hin. Trag ich den Sieg
Davon, – so nehm ich ganz dich in Besitz.
Siegst du, so nimm mich hin und mache mich
Zu einer silbernen Kette, die den Hals
Dir ziert, und schüttle mich auf deiner Brust!
Mach mich zu einem seidenen Gewande,
Das sich um deinen warmen Körper schmiegt!
Und mach ein goldnes Ohrgehäng aus mir,
Das deine wunderfeinen Ohren schmückt!