Ich flehe Gott an, meinen Augen Stärkung
Zu schenken und auch meinem Herzen, das
Zermalmt ist durch die Leidenschaft zu dir.

Die Leute, die mein Elend sehen, sind
Gerührt durch mein Geschick; auch jene Strengen,
Die sonst mich tadelten, sind jetzt verstummt.

Von dir, o strahlende Gazelle, kommt
Mir nichts als Gram. Du reistest nach Ägypten,
Und Bitterkeit des Todes ward mein Teil.

Ach, keine Botschaft eilt von dir zu mir,
Nicht einmal deines Wesens Schatten darf ich
Im Traum erblicken. Ich bin ganz allein.

Warum verlängerst du die Trennung so?
Die Freuden dieser Welt sind mir entschwunden,
Das ganze Dasein ist mir Last und Qual.

Ich möchte, daß ich eine leichte Feder
Im Flügel einer Taube wäre. Dann
Flög ich mit Hast hinüber nach Ägypten,

Um selig deinem Dienste mich zu weihn.

LIEBESGEBET

ISMAÏL PASCHA SABRY