Ich reite stumm aus dem Turnier,
Ich trage aller Siege Namen.
Ich neige mich vor dem Balkon der Damen
Tief. Aber keine winkt nach mir.
Ich singe zu der Harfe Ton,
Aus der die tiefen Laute steigen.
Alle Harfner lauschen und schweigen,
Aber die holden Frauen sind entflohn.
In meines Wappens schwarzem Feld
Sind hundert Kränze aufgehangen,
Die gold von hundert Siegen prangen.
Aber der Kranz der Liebe fehlt.
An meinem Sarge werden sich bücken
Ritter und Sänger und werden ihn
Mit Lorbeer bedecken und bleichem Jasmin,
Aber keine Rose wird ihn schmücken.
Nach Paul Verlaine.
Ich träume wieder von der Unbekannten,
Die schon so oft im Traum vor mir gestanden.
Wir lieben uns, sie streicht das wirre Haar
Mir aus der Stirn mit Händen wunderbar.
Und sie versteht mein rätselhaftes Wesen
Und kann in meinem dunklen Herzen lesen.
Du fragst mich: ist sie blond? Ich weiß es nicht.
Doch wie ein Märchen ist ihr Angesicht.
Und wie sie heißt? Ich weiß nicht. Doch es klingt
Ihr Name süß, wie wenn die Ferne singt –