Des strengen Lagers scheue Falten warten ..

Wie entsetzlich ist Schönheit! ..

Wie eine Siegesfahne hält
Der Himmel
Des Lebens leuchtendrote Brunst mit aller seiner Adlermacht.
Der Sieger sinkt.
Die Nacht fällt in den Wein.

Selige Grüße.

Bläulicher Flieder.
Ist das ein Grüßen!
Wirbelnde Lieder
Wehen herüber, –
Stürben lieber.
Seligsein – und das heißt büßen.

Hugo von Hofmannsthal.

Geboren am 1. Februar 1874 in Wien. – Gesammelte Gedichte 1907.

Vorfrühling.

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.