Im Mondlicht und im Sonnelicht
Schrieb ich mein Gedicht,
Seltener im Sternelicht.
Die kleineren Lichter
Überließ ich dem guten deutschen Dichter.

Da spülst du bunte Muscheln …

Da spülst du bunte Muscheln an den Strand
Zum Spiel für die alte Schöpferhand.
Und so ruhend Hand in Hand mit dir
Fühl' ich das Unvergängliche in mir.
In blauer Luft der Adler schreit.
O feuchter Wind! o kühle Zeit!
Ein spielend Kind,
Ein Kind mit uferloser Vergangenheit.
O Lächeln, das aus meinem Menschenherzen fließt
Und sich in tränendem Gesang vergießt.
Du Glut und Pracht!
Du meine Schöpfermacht!
Du Meer! Du Sonne! – Adlerschrei! –
Und immer die große Melodie dabei.

Zwischen zwei dunklen Wogen …

Zwischen zwei dunklen Wogen liegend,
Ihren Untertanentrotz mir niederbiegend,
Ruf' ich meine Machtstunde auf.
Alsobald schwebt der Nachtplanet herauf,
Er lagert hoch über der glänzenden Ozeanfläche
Am Stamm der himmeldunklen Esche.
Dröhnende Stunde der feierlichen Achtung,
Der schweigenden Betrachtung.
Einst war hier nichts als mein Beruf.
Heut lieg' ich körperlich in großen Träumen
Zwischen weißen Wogenschäumen,
Und rede mit dem Licht, das ich erschuf.

Ich tat große Dinge …

Ich tat große Dinge,
Und gab dem Saturn wundervolle Ringe.
Aber da sah ich dann alles von selber geschehen,
Nichts mehr warten und stehen,
Mein Geist geriet in Zwang,
Hinein in fürchterlichen Zusammenhang,
Daß ich wahnsinnig in einer Kette rang.
Seit der Zeit schaff' ich nichts Neues mehr.
Sonne und Mond sind mein einziger Verkehr.
Vielleicht noch das Feuer, vielleicht noch das Meer.
Weite Stillen
Überwölben meinen Willen.
Unsichtbare Geigen
Bereden mich, zu schweigen.

Ich lag auf dem Meer …

Ich lag auf dem Meer, über mir wälzte sich das Licht.
Ich sah: von einer glänzenden Klippe
Banden weißer Vögel aufschwirren.
Ich schleuderte ein Seil, sie einzufangen.
Weiße Tiere, Traum, Phantasie und Meer.
Weiße Tiere: ewige Glanz-Wiederkehr.

Der Mond betrat …