Sie waren gar wohl in Kleider gehüllt,
So Kinder wie Männer und Weiber,
Sie zogen mit schwerem, eiligem Schritt,
Aufrecht balancierend die Leiber.
Fremd zogen sie aneinander vorbei
Mit großen begegnenden Blicken
Und geschlossenem Mund, ein jeder für sich,
Ein jeder mit seinen Geschicken.
Ein jeder mit einem sehnenden Drang
Nach fernen Häusern und Türen,
Ein jeder fortgezogen wie blind
An unsichtbaren Schnüren.
Ein jeder beladen mit Erdenweh,
Ob auch sein Mund mal lache –
Ein jeder hinwandelnd in dunklem Traum
Und verstrickt in den Wahn, daß er wache.
Blut-Propheten.
Wir träumen über die Erde hin,
Wir kennen nicht oben noch unten,
Wir horchen nur in die Erde hinein,
Wir verstehen nur ihre Wunden.
Und liegen wie träumend am Boden hin,
Dann sind wir selbst fast Erden,
Als wollte in dunkel-chaotischem Trieb
Sie bewußt den Lebendigsten werden.
Und wir fühlen den Durst nach Blut, nach Blut
Der ausgetrockneten Erde,
Daß einer verjüngten Lebensbrut
Ein saftiges Erdreich werde.
Wir träumen über die Erde hin:
Tut Buße, Buße in Zeiten!
Doch wir wissen genau, es kommt der Tag,
Den wir ahnend früh prophezeiten.