Städter.

Nah wie Löcher eines Siebes stehn
Fenster beieinander, drängend fassen
Häuser sich so dicht an, daß die Straßen
Grau geschwollen wie Gewürgte sehn.

Ineinander dicht hineingehakt
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
Leute, wo die Blicke eng ausladen
Und Begierde ineinanderragt.

Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
Daß ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
Flüstern dringt hinüber wie Gegröle –

Und wie stumm in abgeschloßner Höhle
Unberührt und ungeschaut
Steht doch jeder fern und fühlt: alleine.

Tanz.

I.

Sie wirbelt weich
Die Hände schwingend vor ..
Sie rollt auf Zehen starr zurück:
Steht gipfelnd von Musik umflossen,
Silbern sichtbar in die Luft gegossen!

Sie schmilzt hinab
Und hebt zu kreisen an
Um ihrer Seele stillsten Punkt,
Wie Schnee, um sein Gebirge fließend,
In immer weichere Hand sich gießend,

Wie Wasser weiß ..
Dick schwellen aus der Wand
Der Lampen blutige Fäden an
Und sinken plötzlich ..: Sie steht funkelnd
Da, steil gezackt, geprägt im Dunkeln!