Ich zertrat das Gebot:
„Ringe, o Mensch, dich zu freuen und Freude zu geben den andern!“
Düster umwandle ich mich,
Vermeidend die Mädchen und Männer,
Seit mein weiches, bluttränendes Herz
Im Staube zerstießen, die ich verehrte.
Nie neigte sich meinem einsam jammernden Sinn
Die Liebe der Frauen, denen ihr Atmen ich dankte.
Ich, der Fröstelnde, lebe dies weiter. Lange noch.
Ferne Wege schluchze ich durch die Wüste.

Verzweiflung.

Wochen, Wochen sprach ich kein Wort;
Ich lebe einsam, verdorrt.
Am Himmel zwitschert kein Stern.
Ich stürbe so gern.

Meine Augen betrübt die Enge,
Ich verkrieche mich in einen Winkel,
Klein möchte ich sein wie eine Spinne,
Aber niemand zerdrückt mich.

Keinem habe ich Schlimmes getan,
Allen Guten half ich ein wenig.
Glück, dich soll ich nicht haben.
Man will mich nicht lebend begraben.

Friede.

Die Bäume lauschen dem Regenbogen,
Tauquelle grünt in junge Stille,
Drei Lämmer weiden ihre Weiße,
Sanftbach schlürft Mädchen in sein Bad.

Rotsonne rollt sich abendnieder,
Flaumwolken ihr Traumfeuer sterben.
Dunkel über Flut und Flur.

Froschwanderer springt großen Auges,
Die graue Wiese hüpft leis mit.
Im tiefen Brunnen klingen meine Sterne.
Der Heimwehwind weht gute Nacht.

Coyllur.