Allopathie! Homöopathie!
Ich schwanke schon seit vielen Tagen
Und bitte, Freundchen, sagen Sie,
Mit welcher darf ich es wohl wagen?
Das ist Geschmack, der wechselt ab,
Und richtet sich nach Zeit und Mode;
Merkt nur den Unterschied vorab
Und wählt dann selber die Methode:
Die Eine bringt uns in das Grab,
Die Andre aber blos zum Tode!
Der Reformator.
Thebaldus will die Welt verbessern;
Was da besteht ist ihm zu schlecht,
Er will ein neu Gesetz und Recht
Um Glück und Wohlfahrt zu vergrößern;
Doch eine Plag’, die — wenn auch klein —
Doch alle bessern Menschen fliehen,
Die will er nicht der Welt entziehen;
Er ist es selbst mit seinem Schrein!
Lehre.
Meidet das starke Getränk, es schadet den Nerven, dem Geiste!
So spricht der Weise und wahr. Merkt den erhabenen Spruch!
Wasser hat furchtbare Kraft; es treibet das Schwungrad der Mühle,
Brüder, das ist uns zu stark, darum — so rath ich — trinkt Wein.
Glück und Unglück.
Feindlich getrennt, im Thun und Wirken unendlich verschieden,
Wandelt Ihr dennoch vereint, Hand stets in Hand durch die Welt.
Nützlich seid Ihr uns Beide, die Tiefen des Lebens zu kennen:
Lehrt uns das Glück den Genuß, lehrt uns das Unglück den Werth.
Stolz und Hochmuth.
Stolz, wenn er würdig ist, hält uns in ehrerbietiger Ferne
Hochmuth stößt uns zurück, füllt mit Verachtung die Brust.