»Diana, was ist dir?«
»Nichts! Habe Geduld mit mir, Horace. Es wird vorübergehen. Überlasse mich heute mir selbst, ich bitte dich!«
»Schenke mir Vertrauen, Diana. Befreie dich von der Last. Sage mir, was dich quält.«
Lord Maitland näherte sich ihr und legte den Arm beruhigend um ihren Nacken.
Diana zuckte leise zusammen. Ihr Körper erzitterte.
»Lasse mich! Lasse mich! Ich bin nicht die, die …«
Klage und Herausforderung schienen zu gleicher Zeit im Klange dieser Worte zu liegen. Lord Horace zog seine Hände von ihren Schultern zurück. Betroffen sah er das jagende Wechselspiel von Licht und Schatten auf ihren Zügen. Er wagte nicht zu sprechen, wagte nicht diese Qual, in der ihre Seele sich wand, zu unterbrechen. Endlich nach langem Schweigen schien ihr der Entschluß zu reifen. Ein harter Zug legte sich um ihren Mund.
»Ich will nicht länger schweigen. Nur die Wahrheit kann mir helfen.«
Sie sprach ohne Schwäche.