»Sie sind ein Freund der Musik, Herr Doktor? Vielleicht auch einer der zahlreichen Rosenspender?«
Sie versuchte, ihrer Stimme einen spöttischen Unterton zu geben.
»Ich kann es nicht leugnen, Mylady, ich gehörte auch zu Ihren Verehrern. Als ich von Ihrem Abschied von der Bühne las … ich war damals in San Franzisko … war ich drauf und dran, am Tage Ihres letzten Auftretens nach Neuyork zu fliegen. Wenn ich nicht irre, war es im ›Fidelio‹, dem hohen Lied der Gattenliebe.«
»Und warum kamen Sie nicht?«
Lady Diana sagte es mechanisch. Ihre Sinne arbeiteten fieberhaft. Sie fühlte, daß dies alles nur leichtes Geplänkel war. Der Hauptangriff mußte von anderer Seite kommen … Aber woher?
»Warum nicht? … Ein seltsamer Fall hielt mich einige Tage länger fest!«
Er machte eine Pause.
»Bitte, Herr Dr. Glossin, erzählen Sie, wenn es interessant ist.«
»Interessant? … Für die Allgemeinheit am Ende kaum. Wohl aber für die, die es angeht. Wenn ich nicht fürchtete, unangenehme Erinnerungen zu wecken …«
»Wozu die Umschweife, Herr Doktor, bitte …«