»Später auch das, zunächst aber liegt es näher …«
»Näher? Da liegt … –«
»Die Ukraine, ganz recht.«
»Der Zar sollte daran denken …«
»Den Bundesgenossen in einen Vasallen zu verwandeln? Ich weiß nicht, ob er daran denkt, ich bezweifle es sogar. Aber eines Tages wird er daran denken müssen.« Dieser Hieb galt der Freundin Mazeppas. Und er saß.
Die Fürstin wurde unter der Schminke bleich. »Phantasien!« Es kam gereizt heraus, und sie eilte, von dem Gespräch loszukommen.
Barbara Arsenieff machte es ihr leicht. Was sie wollte, war ihr gelungen: der lästigen Mission der Fürstin, die ihre eigenen Absichten zu durchkreuzen drohte, war ein Ende bereitet. Denn die Polin würde nicht säumen, ihren alten Freund vor der vermeintlich ihm drohenden Gefahr zu warnen. Gut so: der Pfeil flog, er würde treffen. Nun galt es, den andern Bogen zu spannen.
Mit langen, festen Schritten querte sie die Zimmer, trat bei Menschikoff ein.
Er drehte nicht den Kopf nach ihr, er erkannte sie an dem harten, polternden Gang:
»Was bringst du, Barbutschka?«